«Europa schaut weg» 

Die Schweiz ist das einzige Land, das im Osten der Ukraine auf beiden Seiten der Frontlinie hilft. Das ist weitgehend Didier Burkhalters Engagement zu verdanken. Der Beobachter traf den scheidenden Bundesrat in Mariupol.

Sonntag, kurz nach sechs Uhr abends. Vlad und seine Mutter sind auf dem Heimweg. Sie waren am Nachmittag zu Besuch bei einer Bekannten. Jetzt sind sie in grosser Eile. Denn je später am Tag, desto unsicherer ist dieser Stadtteil von Donezk, der neuen Hauptstadt des abtrünnigen Teils der Ukraine, die als unabhängige Volksrepublik anerkannt werden will.            

 

Zwischen 10 und 16 Uhr halten die Beobachtungspatrouillen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Angriffe an der nahen Frontlinie so gut sie können in Schach. Wenn sie Feierabend machen, wird es am Stadtrand von Donezk gefährlich.                           zum Artikel

Beobachter, 21.06.2017