Souvenirs aus tschernobyl

Nervenkitzel, ehrliches Interesse oder Voyeurismus: Was bringt Menschen dazu, in Katastrophengebiete zu reisen?

 

Es ist ein Freitag im Juli. Die Sonne brennt auf den Asphalt. Mücken setzen zum Sturzflug auf die verschwitzte Touristengruppe an. Die Gäste der Tagestour nach Tschernobyl wuseln auf dem Vorplatz des Polizeihäuschens herum, während der leere Car die Grenze zur Sperrzone passiert. Damit kein Schäfchen verlorengeht, bekommt jeder, wie bei einem Open Air, ein gelbes Armbändchen umgebunden. Darauf steht zwischen zwei Strahlenwarnzeichen gross das Wort «Chernobyl».                                    zum Artikel

Beobachter, 06.09.2013